[die Dutt]
[Sage]
[Marktplatz]
[Wasser]
[Fee]
[Göttin]
[nach ihr benannt]
[blauer Sandstein]
[Deutungen]
[Inspiration]
[SagenReich]
[Recherche]
[Materialien]
[Dank]

mailen

letztes Änderung:
APRIL 2017

Recherche
Inspiration
Materialien
                    

©Gundula Taschner

 http://www.diedutt.de

nach ihr
benannt

...Tuttlingen« sei von ihr so genannt worden...

“Tuttlingen und seiner Markungen im Jahre 1696               Duttenthal hängt wohl mit dem Namen Tuttlingen zusammen und wäre dann als Tal des Tutilo zu erklären; vielleicht hängt der Name aber auch mit der “Duttfee” zusammen, einem steinernen Bild, das dort gefunden wurde.”    thb Heft 5 1926 Dr. ing E. Reinert

„Viel umstritten ist der Name des Duttentals . Der alamannische Sippenführer tutilo, der Tuttlingen gegründet und ihm seinen Namen gab , habe , so meint man, auch für das Duttental den Namen geliefert. Aber auch abgesehen vom Unterschied der zwei Namen ist nicht recht einzusehen warum man gerade dieses bewaldete , unbedeutende Tälchen mit dem Namen des Häuptlings hätte verbinden wollen. Wir finden sonst in Berg und Talnamen nirgends Personennamen aus jener ältesten Zeit , weil der Wald nicht Privatbesitz ar . Es wäre interessant festzustellen , ob das Wort „Dutten“ für eine kolbentragende Sumpfpflanze jetzt noch oder früher wenigstens bekannt war . Das würde den Namen einfach und der Sachlage entsprechend erklären.“              thb 1930 Tuttlinger Flurnamen von Dr. D. Rheinwald , Shanghai.

Tuttlingen ( mit dem schilfreichen – sumpfigen Tuttental !) siehe Tüttleben Gehört zur grossen Gruppe der prähistorischen Bezeichnungen für Wasser ,Moder , Sumpf  vrgl. ahd. Tutilcholbo „Schilfskolben“ (ähnl.Teutleben alt Tutileiba oder Töttelstedt bei Gotha alt Tutilestadt)               Bahlow, Deutschlands geographische Namenswelt

Kapitel “II Pflanzennamen.Eigentliche Pflanzen und Moose...Sumpfpflanzen sind ...Dutten (mhd. tutte) Duttenberg, Dudelebene...”                  Keinath, Flurnamenbüchlein S. 32

 Der Name - Sollte der Namen Tuttlingens von dem Duttenthal zwischen dem Witthoh und Ehrenberg herrühren, von dem man mancherlei geisterhaftes erzählt, so würde die Schreibart desselben mit dem D gerechtfertigt erscheinen.1) [Anmerkung 1) Darauf scheint auch ein altes steinernes Bild hinzuweisen, welches vor dem Brande auf dem Marktbrunnen stand. Es stellte eine weibliche Gestalt, vor- und rückwärts mit Angesicht und großen Brüsten das, und wurde in der Volkssprache Duttfee genannt. Ob es wohl eine Caricatur der Isis gewesen, nach Art des Janus geformt?] [[Nachträge zu (S 3.) Anm.1 Die dort mit Beziehung auf das alte Bild einer persona mammosa angegebene Ableitung des Namens der Stadt scheint dadurch sich zu bestätigen, dass in der Volkssprache einiger deutscher Gegenden noch jetzt das Zeitwort: dutten f. v. a. melken gebräuchlich ist. Auch im Sanskrit heißt: Dut = Milch, das Zeitwort duton, Milch bereiten, melken. Nach der Sanskrit = Götterlehre wird Sita die Frau des Götzen Ramah, unter einem ganz ähnlichen Bilde dargestellt als eine volle Nahrung gebende Göttin.Dagegen scheint in öffentlichen Urkunden aus dem 13 ten Jahrhundert der Name : Tuttlingen geschrieben worden zu …sein indem man ihn vielleicht vom lateinischen tutela Schutz, ableitete , so dass, wenn anders Tuttlingen schon damals eine gewisse Befestigung hatte …die Bedeutung: Schutzort nahe läge. Jedenfalls also wäre der Namen von guter Bedeutung. “]] Oberamtbeschreibung 1839 

1719 beschäftigt sich M. Friedrich Breuninger in seiner Beschreibung der Donau von der Urquelle bis zum schwarzen Meer auch mit “Duttlingen”:           “Duttlingen. Eine würtemb. Gränz-Stadt und dieses Lands erste und letztere an der Donau und zwar in der sogenannten Baar liegend, hat seinen Namen vermutlich von nahend der Stadt entspringenden Brunnen-Quelle, der DuttenBrunnen genannt in dem Dutten- oder auch Dauttental. Woher aber diesem Brunnen solcher Nahm entstanden, ist nicht gewiß, doch conjecturiren einige, es müsse da ein Locus Sacer gewesen seyn und etwa da der Gallier Druiden ihre Dienste gehabt haben. Der Ort ist aller Muthmassung sehr alt, wiewohl man nit gewiß wissen kann in welchem Secolo er eigentlich erbauet worden...” thb

Dutten, Genit. eines PM. Dutto, nicht Dutte=Zitze....”                  Buck, Flurnamenbuch S. 51 (zu Dauttental: Daut laut Buck = Todt )

Duttental, Quelle mit erster Wasserversorgung. Sage von der Duttfee, deren Gestalt den Marktbrunnen vor 1803 zierte, eine grobe Frauengestalt mit Brüsten und Gesicht nach beiden Seiten. Dutte = Erhebung, besonders bei weiblichen Brüsten thb 1981

Weder von einem Tutilo noch von Sumpfpflanzen “...Dutten oder Tutten (vgl. Titten, Zitzen) sind in den süddeutsch, ostalpinen Dialekten die prallen Mutterbrüste! ...” schreibt Georg Rohrecker auf seiner grossen Keltensite über den Ortsnamen.

Flurnamen die auf “Volk, den Stamm” hinweisen sind mit “TOUTO - TOTA gebildet . Es sind dies die verschiedenen Ortsnamenkombinationen mit Tauten, Tautten, Taten, Tatten, Tuten, Tutten, Toten, Totten, Totter und Dotter.... Vielleicht sollte man in Tuttlingen wie auch “Tattendorf” das einem Tato zugeschrieben wird “wesentlich älteres Stammesgebiet sehen.” Resch-Rauter ,Unser keltisches Erbe.

die Silbenfolge t~d(t) Onomantie.de
Das Geheimnis der Ortsnamen und Flurnamen wiederentdeckt- Das Portal zur Besinnung auf unsere Wurzeln im Mutterkult des Matriarchates (genehmigte Kopie)  t~d(t)(1) Kugel, Ballen, kreisrund (mit zentralem Punkt/Zapfen); aus o.g. idg."*to,*tu" über idg."*dhé" in alveoal- apikaler Erweiterung, vgl. vorgerm."dhéti", ahd."totor,tutar", asächs."dodro"=beide für Dotter, nnl."duit", mnd."doyt"= beide für runde Fläche, ahd."tutel"= Punkt, ahd."tutta", mhd."tutte,tüttel"= alle für Brustwarze, nd."tüte", ostfäl."toute"= Horn, lebt in "Tüte" oder vulg."Titte"; beschreibt a) die kreisrunde, b) die erhöhte Lage des Ortes oder c) die Kombination aus a und b mit einem zentalen Idol, also grundsätzlich die Gestalt der Anlage; die Deutung solcher Anlagen als Veranschaulichung der Brust(warze der Göttin) ist naheliegend und auch möglich, aber dennoch durch nichts gesichert und deshalb Spekulation und widerspricht zudem der sonstigen, vielfach belegten Kombination aus Kreis (=Matrix) und Säule (=Phallus), vgl. hierzu das astrologische Zeichen für die Sonne (als dem verbreitetsten Herossynonym) als Kombination von Kreis und Punkt
t~d(t)(2) a) die Tat, die Leistung; aus o.g. idg."*to,*tu" über idg."*dhé,*dhó" in alveolar- apikaler Erweiterung, vgl. vorgerm."dhéti", germ."dédi", ahd."tát", anord."dáth", ags."dáéd", anl."dát";
b) der Tod, tot; ebenso aus idg."*to,*tu" über hier idg."*dhéu,*dhóu" in alveolar- apikaler Erweiterung, vgl. mhd."tót", ahd."tód", asächs."dóth", anl."dót", afries."dáth", ags."déath", anord."dauthi", got."dauthus";
a und b gehen fließend ineinander über und verweisen auf einen Bezug des Ortes zu rituellem Opfer, Bestattung, Reinigung und Transformation des Heros
t~d(t)(3) weissagen, orakeln; aus t~d(t)(1,2) in Ableitung, vgl. germ."theudhian"ahd."diuten", mnd."düden", mnl."dieden,dúden", afries."thióda", ags."thíedan", anord."thydha"= alle für deuten; beschreibt die am Ort vollzogene Handlung t~d(t)(4) Sterblicher, Heros; aus t~t(d)(1,2) in Übertragung, vgl. vorkelt."dhunios", air."duine"= Sterblicher, ags."dáéd", engl."dad"= Vater, mhd."tote,totte", spätahd."toto,tota"= (Paten)Kind; kaum von t~t(d)(2) zu trennen, weshalb auch immer die dort entwickelte Deutung vorzuziehen ist; benennt einen Ort nit Bezug zum Heros t~d(t)(5) Mensch, Volk; aus t~d(t)(1,2), vgl. germ."theudó,teutá", air."tuoth", kymr.bret."tud", alit.lett."tautá"= alle für Volk, lebt in "deutsch"; als namensgebend im Zweifel eher abzulehnen, aber dennoch gut das Prinzip veranschaulichend, nachdem sich Namen entwickelt haben t~d(t)(6) ansammeln, bereden, richten; aus t~t(d)(1-4) in weiterer Ableitung im Absinken des Platzes, vgl. mhd."teidinc,tagading", steht hier auch eng zu t~ngodert~s(4); beschreibt die Funktion des Ortes t~d(t)(7) feiern, lärmen, rauschen; aus t~s(1,4) in Ableitung, vgl.germ."thus,thaus", ags,"thyssa", ahd."dósón", mhd."dósen", anord."thyss"= Erregung, lebt in "tosen", "dösig"= von Sinnen oder "tasten"= berühren, anfassen, vgl. hierzu afries."tasta", engl."taste", afrz."taster"; beschreibt einen Ort für Fruchtbarkeitsfeiern Verweis auf: (1)Kultplatz (2)Kultplatz (3)Kultplatz (4)Kultplatz (5)kommt darauf an (6)Versammlungsort (7)Kultplatz

aus dem Mundartwörterverzeichnis von Paul Dold Sagenwelt Tuttlingen 1940:  Duttetal = Duttental ; Duttlingä = Tuttlingen ; Duttlinger = Tuttlinger ; Duttlingerdeitsch = Tuttlingerdeutsch. ...

Ihringen am Kaiserstuhl hat ebenfalls ein Duttental- leider ist über den Namen nichts bekannt. es gibt auch wohl keine Sage.

Bei Würzburg gibt es einen Ort "Duttenbrunn" “...Der Ziehbrunnen war durch die Jahrhunderte das Wahrzeichen von Duttenbrunn. Es gab derer mehrere bis in die neuste Zeit... Es war die ständige Wassernot, die Duttenbrunn durch die Jahrhunderte begleitete. Bei kaltem Winter oder sehr heißem Sommer hatte das Dorf fast gar kein Wasser. Es musste vom benachbarten Urspringen auf Wagen in Fässern herbeigeführt werden. Der Name hängt damit zusammen. Die heutige Schreibweise "Duttenbrunn" kam erst im 16. Jahrhundert auf. In alten Urkunden gab es mehrere Schreibweisen. Die geläufigsten waren: Tuetenbrunn und Tuotenbrunn. Tuetenbrunn hängt sicher mit dem Wort "Tüte" zusammen und bedeutet "Röhre". Es war also ein Brunnen mit einem Brunnenrohr. Die andere Schreibweise bedeutet "Totenbrunn", ein Brunnen, der kein Wasser hat, also ein toter Brunnen ist...” Quelle http://www.zellingen.de/seiten/chronik/chronikd.htm

keltischen Ursprungs konnte der Name der Dutt sein, vergleichbar mit dem altirischen “dub” für schwarz schlägt Kurt Derungs in seinem Buch “Magischer Bodensee” vor

Nahe Wulften am Hart gibt es einen Duttberg. Auf diesem soll sich eine Duttburg befunden haben.

Die Gründung durch einen tutilo ist eine reine Annahme die sich aus dem Namen der Stadt schliessen soll, es gibt keine Belege hierfür-siehe dazu auch Artikel aus der Schwäbischen Zeitung zur Figur des tutilo in einem Café in TUT.

 “...Die Endung -ingen ist eine Wortendung vieler Ortsnamen im deutschsprachig en Raum. Wie auch bei Familiennamen wird eine Zugehörigkeit ausgedrückt, in der Regel ist der vorhergehende Wortteil ein Ort oder eine Person...”.Quelle wikipedia

.