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letztes Änderung:
APRIL 2017

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©Gundula Taschner

 http://www.diedutt.de

blauer
Sandstein

“...Man hat auch vor alten Zeiten mal in dem Thal eine weibliche Figur unter dem Moos gefunden, von blauem Sandstein. Schlank, von Menschengröße, mit etwas kleinem Kopfe, zwei Gesichtern, und einer Doppelbrust von großem Umfange...”

“... Nicht übergangen werden darf unsere schöne steinerne, auf drei gewölbten Pfeilern ruhende Brücke über die Donau, auf welcher das aus blauem Sandstein ausgehauene Standbild des heil. Johanns von Nepomuk noch jeden Kunstkenner erfreute...” Anton Schlude:Das Donau-Thal von Tuttlingen bis Sigmaringen 1858-Leider wurde dieser Nepomuk Ende des zweiten Weltkrieges zerstört und durch einen aus “gelblichen Muschelkalk” ersetzt von dem ich lang glaubte dies sei der “blaue Sandstein” . Ein altes schwarzweiss Foto zeigt den “alten Nepomuk” , aber darauf ist seine genaue Struktur, der Stein nicht zu erkennen.

Es gibt einige Hinweise auf Gebäude aus “blauem Sandstein” - z.B in Trier oder in Australien , dort unter anderen das Casino in Adelaide

Casino Adelaide,Foto Angelika Allgeier

Der “alte” Nepomuk in Hausen im Tal

steinbern

Fa. Fischer schickte nach Anfrage Handproben ihres Gesteins- aber auch das eines aus dem nahebei gelegenem Steinbruch. Erst später, lang nachdem Herr Furrer Denkmalpfleger aus Bern mir von dem Sandstein dort geschrieben hatte , stellte ich fest das ich schon einen “blauen Sandstein” hatte (siehe Bild).

Der Sandstein vom Gurten z.B. wird als “bläulicher Stein bezeichnet....” Der Berner Sandstein ist von ausserordentlich feinem Korn und verhältnismässig schwacher Bindung, lässt sich leicht bearbeiten und lädt ein, feine Architekturprofile und allerfeinste Skulpturen zu realisieren.” dadurch das der Stein aber sehr anfällig für Verwitterung war, wurde seine Haltbarkeit durch Anstriche mit Ölfarbe oder Kalk geschützt. (schwarz gefärbt wie die Duttfee) . Ab 1880 etwa wurde der Sandstein durch Portlandzement verdrängt und dies erklärt vielleicht warum der Name “blauer Sandstein” vielen nicht bekannt ist.

Buch zum Sandstein, Hansueli Trachsel , Stämpfli Verlag Bern 2007

Sandstein kommt in der Umgebung von Tuttlingen nicht vor, dennoch finden sich z.b. Sühnekreuze oder Grenzsteine aus Sandstein wie z.b. ein aus Sandstein gehauenes Kreuz aus “grauem Sandstein” das in die Martinskapelle in Emmingen verbaut wurde. ( Angeblich habe diese Kapelle in Tuttlingen gestanden und sei während der Reformation abgebaut worden- das Kreuz mag ein Sühnekreuz gewesen sein)

Sandsteinemm
Sandsteingrenz

dazu siehe Archäologie Kunst und Landschaft im Landkreis TUT ; Kleinode am Wegesrand , thb

“Der Rorschacher Sandstein wird in der Farbe oft als grau-blau bezeichnet. Daher könnte der blaue Sandstein schon der Rorschacher Sandstein sein, zumal dieses Material seit dem 1300 Jahrhundert abgebaut wird. “antwortete Hansjakob Bärlocher (Baerlocher Natursteine Schweiz) auf Anfrage

auch Herr Eduard Schnell, Steinwerkstatt Schnell Fridingen an der Donau tippt auf Rorschacher Sandstein: “Unter "blauem" Sandstein kann ich mir nur vorstellen, dass die
Figur aus graugrünem - bläulichem Molassesandstein gehauen war. Dieser Stein
wir seit dem 11. Jhr. bis Heute noch in Rorschchach am Schweizer
Bodenseeufer abgebaut. Der Molassesandstein vom Bodensee ist durchaus als
Bildhauermaterial bis in unsere Gegend gekommen. ( Taufstein ev. Kirche
Neuhausen o.E. Ca 1560 - Nepomuk in Meßkirch ca 1700, auch wir in Fridingen
hatten ein Friedhofskreuz aus Rorschacher Sandstein.”

rorschach

Blaue Steine ist eine häufig anzutreffende Flurbezeichnung in Deutschland, die Auskunft darüber gibt, dass sich dort oder in der Nähe Kultplätze befunden haben, die als Hinrichtungstätten genutzt wurden.

An diese Steine wurden die Verurteilten dreimal gestoßen, damit sie weitere unentdeckte Straftaten gestehen bzw. ihre Mittäter nennen sollten.

  • Aus Köln ist überliefert: Vor dem Auszug zur Hinrichtungsstätte außerhalb der Stadt stieß der Henker den Verurteilten an den „Blauen Stein“ (der sich in der Innenstadt befand) und sprach dazu: „Ich stoß dich an den Blauen Stein / du kommst deinem Vater und Mutter nicht mehr heim.“
  • Der Name stammt nicht von der Farbe des Gesteins, sondern leitet sich paretymologisch von der Bedeutung des Wortes ahd. bliuwan / mhd. bliuwen, d.h. „bleuen“ (wie in einbleuen), also „schlagen“ ab.
  • Einen „echten“ blauen Stein findet man noch auf dem Rastplatz „Am blauen Stein“ an der Autobahn A 61

    Quelle Wikipedia

    Blaugrund, Ortsteil der Ortsgemeinde Groß-Aupa III, 7 Bauden. 1785 23. Flur Blaugrund genannt JK (Josephinischer Kataster) 670 TopNo (Topographische Nummer) 238 - 247. Laut Gedenkbuch der Pfarre Groß-Aupa soll vor 1776 ein Haus im hinteren Blaugrund von einer Schneelawine zusammengedrückt worden sein (Gdb. folio 188b - Pfarrgedenkbuch). Mundart aem blogrunde, auch blogronde, tschechisch seit 1923 Důl Modrý.
                Der Blaugrund führt seinen Namen nach dem dunkelgrauen Gestein, das hier vorherrscht. Nach Grimm´s Wörterbuch bezeichnet das Wort "blau" die Vorstellung des tiefblauen, schwarzblauen, bleifarbigen (Wb II Sp. 81 - Wörterbuch -). Paul Regell führt den Namen auf eine alte Erzwäsche zurück. Man habe im Riesengrund Kobalt gefunden und in der Nähe "blaue Saphire" (WRg - Der Wanderer im Riesengebirge 1895 - Seite 27). Diese Deutung ist als gerecht (in der Vorlage "gesucht") abzulehnen. Der Helfenstein wird schon im 16. Jahrhundert als blauer Helfenstein bezeichnet und heißt heute Blaustein. Er ist schwarzgrau. Ebenso heißt eine Felsengruppe dunkelgrauen Gesteins im Isergebirge die blauen Steine (WRg 1928 Seite 164, W. F. Peukert "Flurnamen im Isergebirge").

    Quelle http://grossaupa.riesengebirgler.de/Ortsbezeichnungen.htm
    http://www.mail-archive.com/talk-de@openstreetmap.org/msg18730.html

    Wernfried Fieber / Reinhard Schmitt, Spur der Blauen Steine – Zu einer in Vergessenheit geratenen Gruppe von Rechtsdenkmalen in Mitteldeutschland. Archäologie in Sachsen-Anhalt Neue Folge 4, 2006 Hf. 2, S. 412-423

    Bei den beiden inneren Kreise von Stonehenge spricht man von bluestones (Blausteinen) sie wurden für den Bau des Monuments aus den weit entfernten Preseli Bergen geholt, was laut Paul Devereux im Neolithikum eine weit verbreitete Praxis war.

    Von diesen Steinen wird gesagt , dass sie einen besonderen Farbton annehmen wenn sie feucht sind. Der Legende nach soll das Wasser das an diesen besonderen Steinen herabrinnt Heilkraft erlangen. Paul Devereux “Der heilige Ort”